Maßnahmen

Nach Fertigstellung von Fachgutachten (Pflege- und Entwicklungsplan, Gewässerentwicklungsplan) im Dezember 2003 lagen folgende Ergebnisse vor:

Neben intensiver Öffentlichkeitsarbeit, Erhaltung/ Neuanlage von Wanderwegen und regelmäßigen Pflegemaßnahmen (z.B. Mahd von Streuwiesen) sind folgende Maßnahmen umgesetzt worden:


Wolpertswender Torfstich
Der ehemalige Torfstich im Dornacher Ried war in weiten Teilen bewaldet und hatte ökologisch gesehen einen relativ geringen Wert. Langfristig sollen sich dort Grundwassermoor (Schilfröhricht, Großseggenriede, Erlenbruchwald) und Wollgras-Zwischenmoor entwickeln. Durch die Anhebung des Wasserniveaus sind zahlreiche Kleingewässer entstanden, in denen Amphibien und Wasserinsekten (z. B. Libellen) einen Lebensraum finden. Im wassergesättigten Boden wird in Zukunft die jahrzehntelang fortgeschrittene Torfzersetzung unterbunden und die Voraussetzung geschaffen für das Wachstum einer neuen Torfschicht.

Maßnahmen:

Nur wenige Bereiche des ehemaligen Torfstichs
waren ökologisch so wertvoll wie dieser Waldkiefern -
Moorwald.


Dornacher Ried
Der nicht abgetorfte Teil des Dornacher Riedes war geprägt durch ökologisch wertvolle Hochmoorbereiche. Diese sind jedoch durch das regelmäßige Ablassen des Häcklerweihers und durch Entwässerungsgräben beeinträchtigt und z. T. hydrologisch voneinander getrennt. Auf lange Sicht wird nun durch den Einbau der Stauwehre ein intaktes Hochmoor mit z.T. offenen, z.T. mit Bergkiefern bestandenen Hochmoorflächen entstehen. Dazu wurde das Dornacher Ried hydrologisch vom Einfluß des Häcklerweihers getrennt, um die weitere Entwässerung zu verhindern und die in zentrale Moorbereiche eingedrungenen Fichten in die Randbereiche zurückzudrängen.

Maßnahmen


Bergkiefern-Hochmoor im Dornacher Ried



Häckler Ried
Die Zwischenmoore des Häckler Riedes haben sich wegen der Entwässerung stark verbuscht. Für die zentralen Bereiche des Häckler Rieds war daher die Zielsetzung, ein zusammenhängendes Wollgras-Zwischenmoor entstehen zu lassen und Gehölze wie Birke und Waldkiefer zurückzudrängen. Nährstoffeinschwemmungen aus landwirtschaftlich genutzten Flächen in die Randbereiche werden durch Schaffung von extensiv genutzten Pufferstreifen verhindert. Der Grundwasserstand wurde auf ein ganzjährig oberflächennahes Niveau angehoben.

Maßnahmen

Extensiv genutzte Grünlandstreifen sind wichtige
Nährstoffpuffer zwischen landwirtschaftlichen
Nutzflächen und den Zwischenmooren des Häckler
Riedes.


Häckler Weiher

Der Häckler Weiher wurde im wesentlichen in seinem derzeitigen Zustand belassen. Er kann auch in Zukunft als Badesee genutzt werden. Um der schnellen Verschlammung entgegenzuwirken und die fischereiliche Nutzung des Buchsees zu gewährleisten, wird er auch weiterhin regelmäßig abgelassen.

Maßnahmen

Häckler Weiher



Schreckensee
Ein ausgedehnter Schilfgürtel und ein ökologisch sehr wertvoller, artenreicher Kalkquellsumpf in der Wechselwasserzone machen das Ostufer des Schreckensees aus. Entstanden nach der Seefällung 1846 ist dieser Bereich heute Rast- und Brutplatz gefährdeter Vögel (Limikolen) und Wuchsort seltener Pflanzen. Auch die seltenen Schnegglisande sind hier zu finden. Um diesen Bereich dauerhaft zu sichern, beschränkten sich die geplanten Maßnahmen auf den Erhalt des jetzigen Zustandes.

Maßnahmen

 

Der Schreckensee von Süden aus betrachtet



Verbindungsbach Buchsee-Schreckensee
Die Feuchtgebiete um den Buchsee und den Schreckensee sind durch Straßen und landwirtschaftliche Nutzflächen räumlich voneinander getrennt und nur durch einen begradigten Wiesenbach miteinander verbunden. Durch das Anlegen eines insgesamt 30-40 Meter breiten, nur extensiv genutzten Grünland- und Gehölzkorridors wurden die beiden Seen miteineander verbunden. Wandernde Arten (Schmetterlinge und andere Insekten, Wasserorganismen, Vögel) finden darin Versteckmöglichkeiten und Nahrung, was den Artenaustausch zwischen den beiden Teilgebieten erleichtert.


Maßnahmen

Der Verbindungsbach Buchsee - Schreckensee
wird im Rahmen des Life-Projekts renaturiert und
zu einem abwechslungsreichen Verbundkorridor
umgestaltet.